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Schwerpunkte unserer arbeit Gesundheit

I. ARBEITSBEREICH

 

DIALOGE:

BERATUNG FÜR DIE ARBEIT MIT GEFLÜCHTETEN

 

Einführung in kontextspezifische Ansätze der psychosozialen Begleitung

(in Kooperation mit Paulo Freire Gesellschaft e.V.)

Zielgruppe: Therapeuten_innen, Ärzt_innen, Krankenpfleger  und -schwestern, Sozial-arbeiter_innen, Erzieher_innen, Mediateur_innen (Sprach- & Kultur-dolmetscher_innen).

Die in Frankreich praktizierte sogenannte Ethnopsychiatrie (Ethnopsy) ist eine Behandlungsweise mit und für Migrant_innen, die aus einem nicht-europaäischen Kulturraum kommen. Sie geht weit über konventionelle Ansätze der Psychiatrie hinaus. Sie unterstuützt besonders Patient_innen aus dem afrikanischen Raum südlich der Sahara bei diversen psychischen Störungen, indem sie soziale, spirituelle und kulturelle Lebenszusammenhänge in die Therapie, Mediation und Beratung mit einbezieht und damit westliche Ansätze wesentlich erweitert.

Das PFI bietet in Kooperation mit der Paulo Freire Gesellschaft Berlin e.V.  Seminare an, die in folgende Bereiche einführen:
(1) Lehren des mehrstimmigen und multidisziplinären Settings der Ethnopsy; (2) grundlegende und weit verbreitete Kategorien und Ursachen von sozialen und individuellen Störungen und Konflikten in afrikanischen Kontexten; (3) die Rolle und Arbeitsweise von Mediateuren, die sie in multidisziplinären, gruppentherapeutischen Behandlungs- und Beratungsmethoden einnehmen.

Nähere Informationen zum Seminarangebot (pdf)

Einführung in die Ethnopsychatrie. Familientherapie für Migrant_innen und geflüchtete Menschen (pdf)

 

 

II. ARBEITSBEREICH

 

DIALOGE:

GESUNDHEIT IM AFRIKANISCHEN KONTEXT

Eine Mitarbeiterin des PFI arbeitet seit 1999 in der Aktionsforschung und Erwachsenenbildung im Bereich Gesundheit in Mosambik, Ruanda, Guinea Bissau, DR Kongo und in Europa  in der Vorbereitung von Fachkräften für Afrika oder in der Begleitung von afrikanischen AIDS-Patient_innen.

Schwerpunkte und Ziele:

■ die Wechselwirkungen und inneren Logiken im psychosozialen und kulturellen Kontext von Gesundheit im Allgemeinen und speziell in Bereichen wie psychische Gesundheit oder HIV/AIDS zu erfassen und zu lernen damit inklusiver umzugehen.

■  die Entwicklung eines soziokulturell eingebetteten (inklusiven) oder komplementären Ansatzes von HIV/AIDS bezüglich Prävention, HIV-Erziehung, Beratung und Behandlung, die die Wirksamkeit der diversen medizinischen Ansätze fördert, sowohl in der Biomedizin als auch in der in Afrika breit benutzen sogenannten ‚traditionellen’ Medizin. Es benötigt eine verstärkte soziale und kulturelle Integration im spezifischen afrikanischen Kontext (in Afrika und für Migrant_nnen in Europa).

■ die Förderung eines Dialogs zwischen divergierenden Konzepten und Praktiken in Biomedizin, in traditioneller Medizin und bei religiösen Ansätzen in Bezug auf HIV/AIDS oder psychische Gesundheit. In Afrika wird Wohlergehen mit sozialen, kulturellen oder spirituellen Fragen konnotiert. Mehr als Gesundheit (Mangel an Krankheiten) ist Wohlergehen ohne Unterstützung der Ahnen nicht vorstellbar, neben zahlreichen anderen kulturellen Ätiologien (Tabus, fremde Geister, sogenannte „Hexerei“ usw.), die damit zusammenhängen, dass Menschen stark interdependent leben, weniger als Individuum, was alle Bereichen des Leben (und des Todes) betrifft.  

■ die Förderung der Anerkennung des Rechts darauf, verschiedenartige Formen von kultureller Kommunikation, Diagnose und Behandlung zu nutzen, die auch diverse Wege der Gesundheitserziehung beinhalten.

 

Zum Weiterlesen (downloads):

Sozial und kulturell inklusiver Ansatz von HIV/AIDS im afrikanischen Kontext

Stratégie pour une approche sociale et culturellement inclusive du VIH/SIDA en RD Congo

EspiritoCorpo – Ethnographischer Film über die Bearbeitung von Kriegstraumata in der traditionellen Medizin in Mosambik (Sophie Kotanyi, 2003) (deutsch) (english) (português)

 

 

III. ARBEITSBEREICH

 

GESUNDHEIT VON LEHRER_INNEN IN DEUTSCHLAND

Informationen zu diesem Arbeitsbereich folgen in Kürze